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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm - aber welcher soll ich nun nehmen?

Äpfel sind so unterschiedlich. Es gibt sie von winzig, klein bis gross Brummer. Meistens sind sie saftig süss oder dann diese leckeren sauren Äpfel, bei denen sich der Mund bei jedem Biss zusammenzieht.

Für die Tarte aux pommes, deren Rezept ihr unter der Kategorie "Backen" findet, verwende ich am liebsten die Sorte Granny Smith, wegen ihrer angenehmen Aroma und der ausgeprägten Fruchtsäure, eignet sie sich perfekt für eine Tarte, die nicht nur Süsse sondern auch Geschmack und Frische bringen sollte.

Bei Granny Smith handelt es bei der Namensgeberin um die Grossmutter Smith aus Australien, die den Apfel 1868 entdeckt hat.
Seither wird jedes Jahr im Oktober, genau wenn die Erntezeit der grünschaligen, leicht gesprenkelten Äpfel beginnt, ein Granny Smith Festival in Eastwood veranstaltet.
In diesem Vorort von Sydney werden dann auf verschiedenen Bühnen Musik, Tanz und Kinderveranstaltungen angeboten, ganz zu Ehren des Apfels,
der bei uns hauptsächlich von Südafrika importiert wird.



Deshalb, um mit regionalen Produkten arbeiten zu können, gäbe es als Alternative zum Granny Smith den Greenstar, der aus einer Kreuzung besteht und mehrheitlich in der Schweiz und Belgien angebaut wird.
Bei dem Greenstar wird Delbarestival mit Granny Smith gekreuzt und so enthält der neue Apfel die ähnlichen Merkmale wie sein leuchend grüner Kumpel.
Nur kann der Greenstar noch mit einer längeren Lagerdauer und einem höheren Vitamin C Gehalt punkten.
Geschmacklich jedoch kann er nicht so viele Facetten wie der Granny Smith aufweisen, dessen Geschmack an rote Beeren und an eine leichte Nuance von Zitrusfrüchten und Mandeln erinnnern sollte.

Schlussendlich kommt es auf die eigenen Vorlieben an, welcher Apfel nun verwendet wird, jedoch kann gesagt werden, dass durch das Ausprobieren verschiedener Sorten, die Tarte nie gleich schmeckt, aber unverschämt lecker ist, solange die Äpfel mit dem feinen und knackigen Fruchtfleisch verwendet werden und keine Äpfel, die leicht zerfallen und weich werden wie Boskop.

Was euer Resultat auch beeinflussen könnte ist die Wahl, wie der Apfel angebaut worden ist.
Man unterscheide da zwei völlig verschiedene Anbaumethoden, wobei ich letztere bevorzuge, weshalb seht ihr hier.

Konventioneller Anbau:
- Intensivanlagen mit vielen Bäumen, die zusammengepfercht auf ihren Hektaren ihren Platz finden und nur bis zu 3 m hoch wachsen dürfen.
- Zudem wird in diesen Reihen nur eine Sorte kultiviert, was im Fachjargon auch als Monokultur bezeichnet wird.
- Dadurch sollten zwar alle Äpfel gleich gross und farbig sein, aber dem Boden schadet diese Art des Anbaus erheblich,
da dem Boden die natürlichen Nährstoffe entzogen werden und durch die chemischen und synthetischen Dünger , Wachstumsförderer und Pestizide nur die schlechten Nährstoffe zurückgeführt werden.
- Dies führt dann zu einer Belastung des Bodens, des Wassers und der Luft was sich wiederum schädigend auf unser Immunsystem auswirken kann.
- Der Vorteil am konventionellen Anbau ist, dass der Ertrag höher ist als beim biologischen Anbau, da die Äpfel alle "gesund" sind und in verschiedenen Handelsklassen angeboten werden können.



Biologisch ökologischer Anbau:
- Die Idee dahinter ist, beim Anbau die Umwelt zu beachten und daher zu schonen und möglichst energieeffizient zu arbeiten.
- Erreicht wird dies dadurch, dass verschiedene Sorten an einem Platz kultiviert wird.
- Durch die dadurch fehlende Monokultur werden dem Boden nicht alle Nährstoffe genommen und durch das Düngen mit Kompost, bleibt man im natürlichen Rahmen.
- Da gänzlich auf Gentechnik verzichtet wird und keine Wachstumsförderer zum Einsatz kommen, sind die Endprodukte teilweise ziemlich unterschiedlich, was eigentlich niemanden stören sollte.
Aber die kleinen braunen Augen auf den Äpfeln lassen sich dann eben nicht in den typischen Handelsklassen verkaufen, was dazu führt, dass
cirka 20% des Ertrags nicht verkauft werden kann, weil sie nicht der Norm entsprechen.
- Um dennoch ein gutes Produkt zu kultivieren, werden oftmals nur die alten und robusten Apfelsorten für den biologischen Anbau verwendet, da sie weniger gehätschelt werden müssen und auch grösseren Wetterumschwüngen standhalten können.

Nun hoffe ich, dass ihr euch den Apfelkuchen schmecken lässt und euch vielleicht ein bisschen mehr Gedanken über die Produkte macht, die ihr einfach mal so konsumiert.
So steckt viel mehr Genuss dahinter.

10.9.15 12:10

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