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Croissants - der Ursprung der morgendlichen Sünde

Sonntagmorgen, der Regen plätschert von der Dachrinne und der Herbstwind wirbelt die Blätter umher. Auf den Strassen sammeln sich kleine Wasserpfützen an, die mit Wasser vollgesaugten Turnschuhe hinterlassen sichtbare Fussabdrück auf dem Boden des Cafés und die Zehen in den nassen Socken hätte nichts gegen ein warmes Bad, aber all dies ist nicht so wichtig, denn die wärmende Schokolade mit dem herrlichen Milchschaum und Kakaopulver obendrauf, das frischgebackene und knusprige Croissant mit der leckeren und sogar selbstgemachten Oranenmarmelade bringt einem zum Schmelzen und lässt das unangenehme Wetter und die nassen Klamotten in Vergessenheit geraten.

In Vergessenheit geraten ist sowohl die ursprüngliche Geschichte, wie es überhaupt zu den Halbmondförmigen Hefeteilchen kam, die alle auf der Welt mit dem klassischen französischen Frühstück verbinden.

Viele Legenden besagen und erzählen unterschiedliche Ursprungsgeschichten, und keine ähnelt der anderen, also ist es schwierig genau festzustellen woher nun das Croissant kommt.
Mir gefällt aber die Geschichte aus dem Jahr 1683.
Zur damaligen Zeit wurde Wien von den Türken belagert. So kam es eines Tages dazu, dass die türkischen Anführer darüber sprachen, wie sie durch das Umrunden der Stadtmauern in die Stadt gelangen könnten mit einem Überraschungsangriff.
Was sie dabei nicht beachtet haben, ist das gewohnte Leben der Wiener Bäcker, die zu dieser Herrgottsfrühe schon arbeiteten und den Plan dadurch mitbekommen haben. So wurde dieser durch verfrühte Alarmbereitschaft gelungen vereitelt.

Als Siegessymbol wurde ein Hefegebäck hergestellt, das sich höhnisch lustig macht über den türkischen Halbmond.

In Frankreich erlangte das Gebäck an Popularität, dank Marie Antoinette. Seither ist es aus dem klassischen Frühstück nicht mehr wegzudenken.
Das erste Rezept wurde 1901 im Buch entdeckt. Darin wird der heute bekannte Ziehteig rezeptiert, der aus einem mit Bäckerhefe angereicherter Vorteig bei der Blätterteigherstellung ist.

Überall in Europa werden die Croissants angeboten und unterscheiden sich eigentlich nur im Namen und vereinzelt in den Mengenangaben einzelner Zutaten.

In der Schweiz sind die Halbmonde besser unter Gipfeli bekannt und in Deutschland werden Hörnchen verspeist.
Die in Österreich angebotenen Kipferl unterscheiden sich von der französischen Variante insofern, dass sie einen höheren Zucker- und einen kleineren Eianteil haben.

Was jedoch alle gemeinsam haben ist die Technik, wie der Teig verarbeitet werden soll, damit dieses luftige und knusprige und innen herrlich zarte Gebäck entstehen kann.
Die Technik nennt sich Stückgare und dabei wird das Gebäck, das von der Hefe abgegebene Kohlenstoffdioxid und während des Backens zusätzlich durch Wasserdampf gelockert.
Ebenso kann der Croissantteig auch als Plunderteig benannt werden, das von dem Wort pludern kommt und nichts anderes bedeutet als aufgehen und lockern.

14.9.15 14:14

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