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Schokolade - ein Luxusprodukt für alle

Wie schafft es ein Produkt, alle Trends zu überleben und sich den Gepflogenehiten anzupassen, authentisch bleibt und dennoch täglich aufs Neue Klein und Gross in seinen Bann zieht und im ein Lächeln aufs Gesicht zaubert - manchmal sogar ein paar Pfund mehr.
Bei der Schokolade sind sich alle einig, sie ist vielseitig einsetzbar und hilft manchmal in grossen Portionen bei Liebeskummer oder sonstigem Trübsalblasen wieder zur gewohnten Leichtigkeit.

Die Schokolade hat eine grosse Geschichte zu erzählen, und wir filtern uns nur die besten Ereignisse raus, wie es nicht anders zu erwarten ist.
Ich wage zu behaupten, dass sich niemand gross Gedanken darum macht, beim Einkauf der Schokolade, wie/wo/wer und unter welchen Umständen diese eine Tafel mit Fleur de Sel, oder die Pralinenschachtel mit Truffes oder die drei in Aluminiumpapier verpackten Kinderüberraschungseiern mit dem lustigen Spielzeug drin, nun in unseren Einkaufskorb gekommen sind.

Wir konsumieren, weil dir dazu aufgefordert werden - im Fernsehen, in den Magazinen, Zeitschriften, Büchern, Erzählungen von Freunden, Beruflich und so weiter. Der Konsum von diesen Gütern ist nicht schlimm und schon gar nicht verwerflich, aber dennoch beklagen wir uns, dass wir nicht genügend Geld auf unserem Sparbuch haben, wir immer ungesünder und dicker werden. Uns eigentlich alles leisten können und doch nicht so glücklich sind und vollständig fühlen.

Wir sind sehr egoistisch geworden, was sich in unseren Handlungen wiederspiegelt. Egoismus wird aber gebraucht um in der heutigen Gesellschaft zu überleben und seinen Standpunkt verteidigen zu können.

Wenn wir aber wieder vermehrt nachfragen würden, und nicht einfach die Extrapackung mit den Haslenusssablés aus der Werbung kaufen, weil die da so von geschwärmt haben.
Wenn wir lernen wieder zu verzichten und uns somit klar werden, was wir wirklich wollen.
Denn wie soll ich es schaffen, ein paar Pfunde zu verlieren, wenn ich ständig diesen verlockenden Angeboten von Kaufe 1 bekomme 2 auf den Leim gehe.

Wie kann ich mich einen Weltverbesserer schimpfen, wenn ich beim Einkauf dann doch lieber darauf achte, dass ich alles was auf dem Zettel steht (Twix, 100 gr Milchschokolade, Oreokekse, Nussstängeli, 1 kg Orangen, Salat, Laktosefreie Milch, Vollkornmehl, Backhefe) einkaufe und wegen dem kleinen Budget, die billige Variante bevorzuge.
Anstatt auf die Verpackung zu achten, gilt es jene Produkte in den Einkaufskorb zu legen, die unter menschenwürdigen, fairen und ökologischen Verhältnissen produziert wurden.
So gebe ich zwar mehr Geld aus für manchmal weniger Produkte, aber brauche ich wirklich so viele Lebensmittel und andere Güter in meinem Haushalt?

Und damit sind wir wieder bei der Fragestellung angelangt. Nachfragen schadet nie und vielleicht finden wir so heraus, was uns wirklich wichtig ist. Dass wir einen wichtigen Anteil an die Rettung der Erde beisteuern oder wir an der nächsten Gartenparty die köstlichsten, edelsten und sehr weithergeholten Produkten auftischen können um so unsere Gäste zu beeindrucken.

In Bezug auf die Schokolade ist es schwierig DAS Produkt auszuwählen, dass am geeignetsten für das Rezept ist, da die Auswahl riesig ist und immer wieder neue Produkte und Aromakombinationen hinzukommen.
Die bittere Variante der Fairtradeschokolade sagt auch nicht jedermann zu, was auch verständlich ist.
Dennoch ist es schon mal ein guter Anfang, sich im Regal der Fairtradeprodukte umzusehen, und durch Ausprobieren zu seiner neuen Lieblingsschokolade zu gelangen.

Durch den Kauf von Fairtradeprodukten, gerade was Kakao betrifft, steuert man einen wichtigen Teil dazu bei, dass die Umstände in den Produktionsstaaten verbessert werden und mehr Anerkennung finden.

Denn die Produktion und Kultivierung von Kakaoplantagen ist zeitaufwändig und leider werden noch immer Kinder für die Arbeit eingesetzt, was wir als Konsumenten nicht wissen können, auch deshalb nicht, da wir nicht wissen was so eine Tafel Schokolade eigentlich alles erlebt haben muss, bis sie in unserem luftigen, saftigen Schokoladenhaselnusskuchen eingearbeitet worden ist..

Bei der handelsüblichen Schokolade handelt es sich um ein Produkt von Kakamasse, Zucker, Kakaobutter, Sojalecithin für die Viskosität und je nach Sorte wird Milchpulver und Gewürze hinzugefügt.

Um die Kakaomasse herzustellen wird die Kakaofrucht geöffnet und die rohen Kakaosamen fermentieren und rösten.
Diese gerösteten Kakaosamen werden in Malzwerken fein gemahlen zusammen mit den anderen Zutaten, um die Sandigkeit im Mund zu reduzieren.
Die feingemahlene Schokoladenmasse wird nun conchiert - bei diesem Vorgang wird die Masse erwärmt und weitergerieben, was bis zu 90 Stunen dauern kann.

Damit wir Konsumenten aber dann diesen schönen Glanz, den feinen Bruch und den angenehmen Schmelzvorgang auf unserer Zunger erfahren können, muss die nun fast fertig Schokolade noch temperiert werden, damit alle Bestandteile homogenisiert und so die einzelnen Kristalle, sogenannte Alpha-Kristalle gefestigt werden.

Die heutigen Produktionsplantagen der Kakaobäume befinden sich in der Elfenbeinküste, Indonesien, Ghana, Nigeria, Kamerun, Peru, Mexiko, Ecuador, Dominikanische Republik und Brasilien.
Es gibt drei Kakaosorten, die in allen Ländern angebaut werden, und alle drei haben ihren Ursprung in Venezuela.

Criollo, aus dem Spanischen übersetzt Einheimischer, Kreole, ist die edelste der gehandelten Kakaosorten. Leider ist sie sehr selten, aber wenig säuerlich, kaum bitter, milder Kakaogeschmack und ausgeprägte Nebenaromen.

Forastero, nach Venezuela eingeführt, deren Name aus dem Spanischen auch als Fremdling übersetzt werden kann. Sie hat einen kräftigen Kakaogeschmack, ist kaum aromatisch und teilweise bitter oder säuerlich. Jedoch hat sie aufgrund ihrer Robustheit und der hohen Erträge grösste Bedeutung für den Weltmarkt und ist praktisch in allen Ländern anzutreffen.

Trinitario, aus Trinidad eingeführt, was ein Hybride aus Criollo und Forastero ist, die dritte Sorte. Sie hat einen kräftigen Geschmack, eine leichte Säure und ausdrucksstarke Aromen.

Bei allen Kakaoplantagen, werden noch weitere exotische Früchte angepflanzt, um die zierlichen Bäumchen vor der Sonne zu schützen.

7.10.15 19:19

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Pascale (7.10.15 21:57)
Ja, Schokolade in Maßen sei sehr gesund!
Viele Grüße

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